Wunderbares Magic – Turnierbericht vom Wado 24

Wie Ihr sicher alle mitbekommen habt, war am Wochenende wieder WADO! Herzlichen Glückwunsch zunächst an meinen guten Freund Tim zum Sieg und dem Team Currywurst zum sehr erfolgreichen Abschneiden! Doch genug des Gebrabbels, lasst uns beginnen!

Vorbereitung

Freitag Abend: FNM in Tübingen  Mit 6 Spielern legen wir los um uns auf das Wado am Wochenende einzustimmen. Seit geraumer Zeit freue ich mich auf eine Gelegenheit zum Legacy spielen, nachdem ich endlich den Großteil von Johannes Gutbrods Mentor-Miracles-Liste zusammen habe. Müßig zu erwähnen, dass ich noch nie irgendeine Variante von Miracles oder irgendeinem Control-Deck im Legacy gespielt habe.

Nach einem glatten 0:3 (0:6 in Games) überlege ich kurz beim WADO wieder auf bekanntes Terrain umzusteigen:

  • Colorless Eldrazi fällt weg, weil ich quasi die ganze Manabase verliehen habe (nur die Eldrazi Temple und Eye of Ugin wollte keiner!)
  • BR Reanimator macht nach dem Boarden irgendwie viel weniger Spass, als in Game 1.
  • Grixis Delver habe ich zwar da, aber noch nie gespielt.
  • UR Delver hat in Prag zwar Spass gemacht …

aber ich entscheide mich das WADO mal als Übungsstunde zu interpretieren.

Samstag Abend: Daheim – Die Entscheidung ist gefallen, also schreiben wir mal eine Deckliste, damit ich das nicht morgen machen muss. Dabei fällt mir auf, dass mir ja noch 2 Flusterstorms für das Sideboard fehlen. Am FNM waren das Spell Pierce, die ich aber nie gebraucht habe. Was liegt also näher, als die Spell Pierce durch Leyline of Sanctity zu ersetzen?

Durchführung

Die Brötchen sind geschmiert (Anmerkungen und Anregungen zum Catering am WADO gern in den Comments!) und es geht los!

Runde 1: UW Stoneblade
In Game 1 spielt mein Gegner recht bald ein Sword of Fire and Ice. Ich kann allerdings alle seine Diener dazu bekehren, das Schwert gegen Pflugscharen einzutauschen und eine geballte Macht von Gideons Alliierten und den Anhängern meines klösterlichen Abtes beenden die Runde.

Hatte ich schon erwähnt, dass ich einen Gideon, Ally of Zendikar statt dem dritten Snapcaster Mage spiele?

Boarding:

+ Wear // Tear

+ 2 Pyroblast

– 3 Force of Will

Game 2 ist ein unendlicher K(r)ampf von Cantrips, verschlissenen Ausrüstungen und gecounterten Planeswalkern. Wie wir es schaffen in die Time zu gehen und trotzdem drei Planeswalker auf dem Feld zu haben (Gideon + JTMS auf meine Seite und Nahiri, the Lithomancer (!) auf seiner Seite) ist mir ein Rätsel. Keiner kann in den Turns gewinnen und damit bleiben 3 Punkte bei mir.

1:0 (1:0)

Runde 2: Maverick

Ich hatte noch nie eine Liebe für die Farbe grün und kucke deshalb immer ein bisschen komisch wenn mein Gegner eine Savannah legt. Leider folgt der Savanne – und dem geschwerterten Deathrite Shaman – recht bald Gaddock Teeg. Mit der Karte habe ich nicht gerechnet und plötzlich sieht mein Longame-Plan, den Terminus auf meiner Hand zu hardcasten – etwas schlechter aus. Da sich auf der Hand auch noch ein JTMS tummelt und ich keine Swords to Plowshares ziehe ist die Runde dann auch recht schnell vorbei.

Boarding:

+ Wear // Tear

Flusterstorm

An Game 2 erinnere ich mich nicht mehr. Ist vielleicht auch besser so.

1:1 (1:2)

Runde 3: Red Stompy
Als mein Gegner Turn 1 Chalice of the Void legen will und ich die passende Force auf der Hand habe freue ich mich wie ein Schnitzel. Es wird noch besser, als er versucht mit seinem roten Affen und dem nachgelegtem Mountain eine Chandra, Torch of Defiance zu casten und ich direkt die zweite Force als Antwort habe. Das Grinsen verschwindet auf meinem Gesicht als Turn 3 noch eine Chandra kommt. Ich dachte immer diese Decks hätten nach dem ersten Versuch ihr Pulver verschossen. Chandra und Koth of the the Hammer beenden das Spiel recht schnell.

Boarding:

+ Wear // Tear (seht ihr das Muster hier?)

Terminus

In diesem Moment merke ich in welcher Situation zwei zusätzliche Spell Pierce nützlich wären.

Game 2 bekomme ich schnell einen Monastery Mentor aufs Board zu dem sich noch Gideon gesellt. Magic macht plötzlich wieder Spass!

Game 3 endet mit einem Haufen Kreaturen auf dem Board, die sich alle nicht trauen anzugreifen, weil sie dazu über eine lebendige Brücke laufen müssten. Koth-Embleme sind in diesen Situationen schon nützlich.

1:2 (2:4)

Runde 4: Maverick

Es ist noch nichts vorbei und da ich mit einem schwierigen Deck fast zum ersten mal spiele, wäre ich auch mit einem 4:2 oder 3:3 sehr zufrieden. In Game 1 läuft auch alles wie am Schnürchen:

Gegner spielt Forest into Green Sun Zenith, was perfekt zu meinem Flusterstorm passt. Im nächsten Turn folgt noch ein Green Sun Zenith, der von meinem Daze gehandelt wird. Sonst sehe ich in dem Game nichts mehr von meinem Gegner und gehe beim Boarden davon aus dass ich gegen Elfen spiele.

Boarding:

+ 2 Pyroclasm

+ 2 Ethersworn Cannonist

– 3 Daze

– 1 Jace, the Mind Sculptor

Als mein Gegner mit einer Savannah beginnt bin ich etwas ernüchtert. Es folgt ein episches Spiel mit viel hin und her – inklusive Choke, dass ich nach gefühlten 5 Runden mit meinem 1-Off-Out Councils Judgment handeln kann. Ich lerne auch noch eine neue Karte kennen: Scryb Ranger, der zusammen mit einem Sylvan Safekeeper und Sword of Fire and Ice einfach zu viel für mich ist.

Boarding: Wie in Runde 2.

Ich gehe in Ermangelung an Ländern auf 5 Karten runter. Die 5 haben aber auch nur ein Land und so geht das Spiel recht schnell rum.

1:3 (3:6)

Runde 5: BUG-Delver

Endlich mal gegen ein Delver-Deck spielen. Ich erhoffe mir, dass das eigentlich ein gutes Matchup sein sollte. Game 1 kann der Opponent aber gefühlt jede Runde einen Thread legen. Da ging mir zu schnell das Removal aus.

Boarding:

+ 2 Pyroclasm

+ 2 Pyroblast

+ 2 Blood Moon

+ 1 Relic of Progenitus

– 4 Force of Will

– 1 Flusterstorm

– 1 Daze

In Game 2 bringe ich schnell 2 Mentoren aufs Board. Eine Hand voll mit Cantrips kann sich verdammt gut anfühlen!

Game 3 läuft dann wieder wie Game 1.

1:4 (4:8)

Runde 6: Red Stompy
Auch wenn ich keine großen Erwartungen an meine Leistung hatte, hat ein Mann natürlich trotzdem seine Träume. Vielleicht schaffe ich ja noch eine Sieg!

Kurz und knapp: Nein. Koth zerhämmert mich zwei mal gnadenlos, während ich an meine 2 Spell Pierce, die zuhause liegen, denke.

1:5 (4:10)

Lessons Learned

Was nehmen wir also mit aus dem Event?

  • Kein Spiel hat sich aussichtslos angefühlt!
  • Mein größtes Problem ist sicher, dass ich mich sehr schwer tue den richtigen Gameplan zu finden. Wann will ich einfach nur Turn 3 einen Mentor aufs Board knallen? Wann muss ich länger warten um den Mentor beschützen zu können? Wann muss ich anfangen mit Jace zu fatesealen? Wer guten Kontent (Gameplay-Videos) zu dem Thema kennt, kann mir gern in den Comments schreiben!
  • Ganz konkret habe ich keine Ahnung wie, z.B. mein Gameplan gegen Maverick aussieht. Auch was ich in dem Matchup boarde ist mir folgerichtig nicht klar.
  • Zum Sideboard allgemein: Ich werde hier sicher noch mal 2 Schritte zurückgehen und das Original-Sideboard von Johannes Gutbrod unter die Lupe nehmen. Dann werde ich versuchen zu rekonstruieren welche Karte für welches Matchup gedacht ist. Vielleicht mache ich ja einen Artikel daraus.
  • Zum Sideboard im speziellen: Ich hatte das Gefühl, dass ich mehr Artefakt-Removal brauche. In 5 von 6 Runden habe ich Wear//Tear geboardet und hätte zu gern noch ein zweites gehabt.
    Außerdem natürlich: Keine Leylines mehr und dafür mehr Counter 😀
Updated: 31. August 2017 — 07:51

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